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Ursula Weber

Für die Kunstexpertin Ursula Weber ist neben der Ästhetik an sich auch noch etwas anderes wichtig: Der Zusammenhang zwischen der Schrift und dem Inhalt. Diesen herzustellen und darzustellen bringt die Würze: Ein Buch über die neue Sachlichkeit, findet Ursula Weber, sollte auch einen Schrifttypen verwenden, der aus der Zeit stammt und eventuell heute überarbeitet wurde. Sie fasst den Begriff Schrift noch weiter, zum ihm gehöre nach ihrem Empfinden eine gewissen Romantik und Sensibilität: So hat Max Slevogt 1910 den Auftrag bekommen, die gedruckte Partitur von der Zauberflöte zu illustrieren. Doch er machte nur eine Lithografie und ein Aquarell, die er beide seiner Frau schenkte • die gedruckte Fassung von Mozarts Partitur hatte ihm nicht gereicht. Erst fünf Jahre später, nachdem die Originalpartituren Mozarts gefunden worden waren, wurde er inspiriert und erstellte hunderte von Illustrationen, die noch heute berühmt und einzigartig sind. Die Handschrift des Komponisten Mozart selber war es, die ihn so anregt hatte.